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Eins seiner liebsten Schilder war das „Berliner Kindl“ im Großformat, das ich
ihm vor geschätzten 30 Jahren oder mehr verkaufte (hier mit der Pos. 466). Ich
wollte es damals eigentlich behalten, aber Horst-Paul ließ einfach nicht locker.
So war er halt... Der Preis wurde seinerzeit nach Stunden und mit reichlich
Wein auf 1.000,- DM – wie ich zumindest in Erinnerung habe – festgelegt.
Ein guter Kauf, nicht nur aus heutiger Sicht. Zu einigen seiner Schilder fallen
mir Geschichten ein, die ich wohl nie vergessen werde. So war die Abholung,
Fotografie und Beschreibung für mich wie eine Reise in meine eigene
Vergangenheit.
Der Erlös seiner Sammlung geht, wie Horst-Paul testamentarisch verfügte,
an die „Fritz-Behrens-Stiftung“. Die Fritz-Behrens-Stiftung ist eine deutsche
gemeinnützige Stiftung zur Förderung von Kunst, Denkmalschutz, Wissenschaft
und Wohltätigkeit. Sie wurde nach dem Tod des
Braunkohlenindustriellen Friedrich Eduard Behrens
mit Mitteln aus seinem Nachlass errichtet mit
Sitz Hannover.
Die meisten Schilder der Auktion stammen
jedoch aus unterschiedlichem Besitz,
einige davon tatsächlich wieder als
„gerade-erst-entdeckte“ Zufallsfunde,
die die glücklichen Finder in einem
glücklichen Moment beachtenswert
fanden, kurz googelten und dann
nach Friedrichsdorf brachten. Viele
kurze Geschichten und Provenienzen
sind in die Beschreibungen eingeflossen.
Jetzt wünsche ich Ihnen vergnügliche
Stunden mit den Katalogen,
Herzlichst, Ihr
Micky Waue
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